Nadira muss eine Entscheidung treffen

Nadira und ihr neuer Freund hatten am Wochenende jede Menge Zeit miteinander verbracht. Das Mädchen äußerte sich nicht einmal dazu, als er mit ihr Videospiele spielen wollte, ein Hobby, das sie nicht unbedingt teilte. Doch sie genoss die gemeinsame Zeit, also nahm sie es gerne in Kauf.

Am Montag betraten die beiden das Schulgebäude Hand in Hand. Die anderen sollten ruhig sehen, dass die beiden nun ein Paar waren.

Zu ihren Ungunsten musste sie sich jedoch eingestehen, dass wenigstens darauf achteten und eher viel mehr mit sich selbst beschäftigt waren. Erst vor der Klasse lösten sie ihre Hände.

Drinnen begab sich jeder auf seinen Platz. Nadira fragte, ob der Junge diesen Nachmittag etwas unternehmen wollte. Leider wurde sie enttäuscht, denn Jonas musste an seinem Projekt weiterarbeiten. Er sei vermutlich die ganze Zeit über im IT-Raum, sollte sie ihn brauchen. Nadira musste sich damit zufrieden geben und konzentrierte sich erst einmal auf den Unterricht. Mit Olivia hatte sie schon mehrere tage kein Wort mehr gewechselt und es fehlte ihr auch nicht gerade. In der letzten Stunde musste Nadira sehr mit mitschreiben und lockerte ihre Finger erleichtert, als die Glocke ertönte.

Die Schüler erhoben sich und Jonas gab ihr noch einen Kuss auf die Wange. Als er fort war und die Klasse sich beinahe geleert hatte, überlegte das Mädchen, was es stattdessen unternehmen konnte. Dann kam ihr eine Idee und sie begab sich auf den Weg. Sie hatte den Erklärungen des Lehrers nicht wirklich folgen können und beschloss das Thema noch einmal extra nachzulesen.

Sie war sich sicher, in der Schulbibliothek fündig zu werden.

Nachdem sie sich außerdem des Schulgebäudes mit einem Snack eingedeckt hatte, stolzierte sie ins Untergeschoss, bis sie vor der breiten Holztür stand. Sie hatte die Bibliothek bisher nur ein einziges Mal besucht. Aufgrund von Olivia hatte sich ihre Freizeit in den letzten Wochen anders gestaltet als es üblich der Fall war.

Sie trat ein und sah sich um. Es hatten bereits mehrere Schüler an den Tischen Platz genommen und schienen ebenfalls zu lesen, oder sich auf die nächste Prüfung vorzubereiten. Nadira überlegte die für die Bibliothek zuständige Lehrerin zu fragen, beschloss dann aber niemanden unnötig belästigen zu wollen. Das richtige Buch würde sie gerade noch so alleine finden.

Also spazierte sie die Regale entlang, während ihr Auge die Buchrücken wie ein Roboter in Sekundenschnelle analysierte. Schließlich blieb sie vor einem stehen und zog es heraus. Sie las den Buchrücken und schmunzelte zufrieden.

„Sorry, darf ich mal?“, fragte eine Stimme hinter ihr und sie wich zur Seite.

Jemand, der größer war als sie zog ein Buch von einem der oberen Regale.

Nadira brauchte etwas, bis sie ihn erkannte. Und umgekehrt

Andreas lächelte sie an und entschuldigte sich für ein grobes Vorgehen.

Das Mädchen tat die Sache aber schnell ab.

„Ich wusste gar nicht, dass auch hier bist. Suchst du etwas zum Lesen?“, hakte sie nach.

Der Junge nickte langsam.

„Ja, leider nicht zum Vergnügen. Ich suche gerade Lernmaterial zusammen.“, erzählte er.

Sofort stimmte sich in Nadira ein schlechtes Gewissen ein.

„Oh. Ja… tut mir leid, dass ich dir nicht mehr helfen kann.“, gestand sie.

Für Andreas schien das aber kein großes Problem zu sein.

„Nein, das verstehe ich schon. Dein Freund ist im Moment natürlich wichtiger und du willst jede Minute mit ihm verbringen. Das kenne ich ja auch.“

Nadiras Schuld veringerte sich ungemein.

„Ich war so frei und habe mich in eine andere Lerngruppe gemogelt.“, verriet Andreas und verwies auf den Tisch hinter den beiden.

Nadiras Blick fiel auf zwei weitere Schüler, die scheinbar bereits auf Andreas warteten. Dieser machte den Vorschlag, ihn doch zu begleiten und das Mädchen folgte.

Sie setzten sich zu den beiden anderen. Beide gingen mit Nadira in dieselbe Klasse. Luis, der allgemein bekannte Klassenbeste begutachtete streng, ob Andreas auch ja das richtige Buch erwischt hatte. Das Mädchen, Valerie, war Trans und trug wie immer eine übergroße Brille. Sie erkundigte sich, ob Nadira für Geschichte lernte und diese gestand im Unterricht nicht wirklich mitgekommen zu sein.

Da es eine Überschneidung gab, schloss sie sich den dreien an und sie halfen sich beim Lernen gegenseitig. Also sie später am Tag endlich fertig waren, gähnte Andreas herzhaft und verabschiedete sich von den anderen.

Nadira wagte einen Blick auf ihre Uhr und fand, dass es auch für sie Zeit wurde. Sie erhob sich, verabschiedete sich und machte sich auf den Weg die Bibliothek zu verlassen. Sie fragte sich, ob Jonas noch im Gebäude war, doch wahrscheinlich war dieser ebenfalls längst zu Hause.

Gerade als das Mädchen die Treppe hochstieg, vibrierte ihr Handy. Sie wagte einen schnellen Blick, die Nachricht konnte auch von ihrem Freund stammen.

Sie inspizierte die neue Nachricht, in welcher lediglich in Video gepostet worden war. Sie widmete der Nummer keine große Aufmerksamkeit, stutzte dann aber. Sie überprüfte sie noch einmal, denn sie hatte diese bereits eine längere Zeit nicht mehr zu Gesicht bekommen.

Doch es bestand kein Zweifel, es handelte sich einwandfrei um Olivias Nummer. Welchen Grund sollte diese besitzen sich noch einmal bei ihr zu melden? Besonders mit irgendwelchen Videos hatte sie nicht gerechnet. Sie wollte bereits den ganzen Kontakt löschen, zögerte dann aber. Sie gestand sich ein, doch zu neugierig zu sein. Also startete sie das Video und wartete, welchen Unsinn Olivia sich wieder hatte einfallen lassen. Sie erwartete bereits ein dummes Katzenvideo, doch dies war nicht der Fall.

Das Bild wackelte erst nur wild bis es zum Stehen kam. Nadira glaubte Olivia selbst zu erkennen, konnte sich aber nicht sicher sein. Dann trat jemand ins Bild, der ihr nicht unbekannt war.

Nadira musste ihr Handy näher an ihr Gesicht halten um einen Irrtum auszuschließen. Doch ihr erster Verdacht trübte sich nicht.

Es war ihr Freund.

2 Stunden zuvor

Jonas war froh, dass der IT-Raum am heutigen Tag nicht so belegt war wie sonst immer. Lediglich eine weitere Person aus einer der Klassen über ihm teilte sich mit ihm den Raum. Der Junge konzentrierte sich auf den Code, den er für sein Projekt schreiben musste. Dabei hörte er weder Musik, noch ließ sich anderweitig ablenken Er wollte Fehler unbedingt vermeiden. Auch der andere Typ verhielt sich zum Glück still und war dann ganz verschwunden.

Jonas war endlich fertig, nun musste er den Code nur noch überprüfen. Er beschloss dies doppelt und dreifach zu tun um sich später nichts anhören zu müssen. Er war so vertieft, dass er erst gar nicht merkte wie die Tür aufging und sich jemand Einlass gewährte.

Erst nach einer Weile sah Jonas auf und erkannte Olivia. Er gab zu, dies seltsam zu finden, da er seine Klassenkameradin hier noch nie wahrgenommen hatte. Geschweige denn, dass sie Technik-begeistert war.

Olivias Ziel schien jedoch nicht einer der Computer zu sein, sondern der Junge selbst. Sie spielte noch an ihrem Handy herum, dann legte sie es beiseite. Sie begab sich zum Tisch des Jungen und setzte sich darauf.

Jonas musterte sie skeptisch, jetzt da es wohl deutlich war, dass sie etwas von ihm wollte.

Er räusperte sich und sah zu ihr auf.

„Ja?“, beließ er es bei einer einfachen Begrüßung.

Olivia erwiderte erst nichts, sie lächelte ihn nur an.

„Bist du… gerade sehr beschäftigt?“, hakte sie dann nach.

Jonas verwies lediglich auf den Bildschirm vor ihm.

„Siehst du doch. Also? Wie kann ich dir helfen?“, drängte er.

Olivia baumelte etwas mit ihren Beinen und kam dann zum Punkt.

„Ich wollte dich um etwas Bitten. Wegen… du weißt schon. Den Videos, welche du noch hast.“

Jonas wusste ganz genau worauf diese anspielte.

Die Videos, die Olivia mit ihren Sexspielchen zeigten.

„Richtig. Die habe ich einbehalten.“, erinnerte er.

Olivia griff nun nach der Hand des Jungen.

„Ja, aber… kannst du sie nicht endlich löschen? Ich meine… ich habe doch gemacht, was ihr verlangt habt, oder? Ich habe bereits mehr als die Hälfte zurückgezahlt.“, erwiderte sie.

Jonas nickte. Sie mochte zwar stimmen, aber dennoch ging von Olivia keinerlei Reue aus.

„Vielleicht irgendwann mal.“, sagte er stattdessen.

Olivia verdrehte die Augen.

„Ach komm! Ich habe Mist gebaut ja. Aber ihr könnt mich ja auch nicht ewig damit erpressen.“

Jonas zuckte mit den Schultern.

„Gut, ich werde das mit Nadira diskutieren. Ich glaube zwar nicht, dass sie dir schon verziehen hat, aber warten wir mal ihre Meinung ab.“

Olivia musste jetzt kichern.

„Echt jetzt? So sehr hängst du an ihrem Rockzipfel? Kannst du echt nichts ohne sie entscheiden?“

Der Junge versuchte sich zu rechtfertigen.

„Das hat damit doch nichts zu tun! Ich… meine…“, kam er aber nicht weiter, da Olivias Hand nun urplötzlich auf seine Hose gerutscht war.

Mehr noch, sie glitt langsam auf seinen Schritt und der Junge starrte sie verdutzt an.

„Weißt du, ich habe nur versucht deiner Freundin etwas beizubringen. Sie ist ziemlich unerfahren, das musst du doch auch schon bemerkt haben. Aber es gibt… auch durchaus erfahrene Mädchen.“, verriet sie ihm.

Jonas rang nach Worten, doch Olivias Griff verfestigte sich.

Er rang nach Luft als er Olivias Hand spürte, die durch seine Hose hindurch seinen Schwanz fest umschlungen hatte.

„Was… wird das? Lass das bitte bleiben!“, wollte er diese bereits mit seiner eigenen Hand wegschieben.

Doch das Mädchen rutschte nun vom Tisch auf seinen Schoß und schmunzelte. Ihr Gesicht war nun direkt vor Jonas‘.

Sie begann nun in seinem Schritt herumzukneten und der Junge spürte, wie sich eine Erektion anbahnte.

„Das… geht echt nicht in Ordnung.“, wehrte er sich, doch Olivia lockerte ihren Griff nicht.

„Jetzt sei nicht so. Ich möchte dir doch nur etwas gutes tun.“, rechtfertigte sich das Mädchen und begann den Reißverschluss zu öffnen. Jonas sah nach unten und musste mitansehen wie sein erigiertes Glied heraussprang. Freudig stieß es gegen Olivias Bauch und das Mädchen ergriff es mit ihrer Hand.

Jonas schluckte schwer als das Mädchen seinen Schwanz fest drückte und schließlich zu wichsen begann. Der Junge wusste, dass er dies hier irgendwie beenden musste, doch ihm fiel nicht ein wie. Nun hopste Olivia endlich von ihm und er glaubte bereits, frei zu sein. Doch Fehlanzeige. Olivia ging nun in die Knie und beglückte Jonas‘ Eichel mit einem Kuss. Dieser presste sich noch weiter in seinen Stuhl und krallte seine Finger in die Armlehne als Olivias Mund schließlich vollends Besitz von seinem besten Stück ergriff. Dieses war vollkommen darin verschwunden und das Mädchen lutschte ihn in rhythmischen Bewegungen.

Jonas spürte, wie ihm heiß wurde. Nadira hatte ihm bereits das ein oder andere Mal einen geblasen, aber dieses Gefühl unterschied sich dann doch irgendwie davon. Anbei massierte sie ihm auch die Hoden. Sie kniff sogar mehrere Male hinein, doch Jonas beschwerte sich nicht. Er war gerade dabei zu kommen, da gönnte Olivias seinem Schwanz wieder Frischluft und erhob sich.

Dann öffnete den Reißverschluss ihrer eigenen Hose und ließ diese Fallen. Auch ihr schwarzer Slip musste weichen.

Jonas starrte nun gebannt auf ihre Scham. Die Stoppeln der Härchen zogen ihn auf seltsame Weise in Olivias Bann.

Sie setzte sich wieder auf den Tisch und zog den Jungen zu sich. Mit immer noch erigiertem Penis stand er nun vor mir, unschlüssig wie er nun reagieren sollte.

Doch scheinbar wurde das für ihn übernommen. Olivia packte seinen Penis und zog ihn damit zu sich. Immer mehr näherte sich dessen Eichel dem Eingang ihrer Muschi. Er hatte diesen bereits erreicht, da spürte Jonas wie das Blut in ihm hochschoss. Und etwas anderes. Er konnte nicht mehr an sich halten und spritzte los.

Das Sperma ergoss sich auf Olivias Intimbereich und saute alles ein. Weder der, noch das Mädchen hatten mit diesem jähen Ende gerechnet. Während das Sperma noch über Olivias Hüfte und ihre Muschi floss, suchte sie vergebens nach einem Stück Stoff um sich sauber zu wischen. Jonas war dabei ebenfalls keine große Hilfe. Schließlich fand sie etwas geeignetes und wischte sich trocken. Dann zog sie ihre Hose wieder noch, während Jonas noch mit schlaffen Glied vor ihr stand.

Erst dann erkannte er den Schrecken. Olivia ergriff ihr Handy und drückte eine Taste.

Die Stopp-Taste.

Nadira eilte zum IT-Raum, fand diesen jedoch leer vor. Außer sich versuchte sie es erst an dem Platz an dem Jonas und die sonst die Pause verbrachten und wagte schließlich einen Anruf. Ohne Ergebnis.

Das Mädchen stürmte wutentbrannt aus dem Schulgebäude und… saß Jonas sitzen.

Auf der Kante des Springbrunnens, der sich gegenüber des Gebäudes befand. Langsam erhob er sich und die beiden schritten aufeinander zu.

Nadiras Miene verriet bereits alles, sie konnte nicht glauben, was Jonas getan hatte.

„Ja, ich weiß, dass ich Mist gebaut habe, ok?“, kam er sofort zum Kern der Sache.

Nadira schüttelte ungläubig den Kopf.

„Mist? Ausgerechnet mit… Olivia? Ist das dein fucking Ernst?“, schnauzte sie ihn an.

Jonas hob abwehrend die Arme.

„Ich könnte mich ja selbst dafür ohrfeigen! Keine Ahnung wieso ich da mitgemacht habe! Das war echt dumm von mir, ich weiß! Beinahe hätte ich sie…“, stammelte er schuldbewusst

Nadira prustete.

„Beinahe ja! Wenn du nicht wieder mal zu früh gekommen wärst, dann hättest sie gefickt, gibs zu!“

Jonas wich etwas zurück.

„Nein! Ich… hätte abgebrochen. Da bin ich… ziemlich sicher.“, stotterte er.

Ihm war klar, dass er nicht gerade die große Überzeugung ausstrahlte.

„Schön, wenn du dir da so sicher bist. In Olivias Video hat das GANZ anders gewirkt.“

Der Junge rieb sich am Hals.

„Ja… sie hat gedroht, dir das Video zu schicken, sollte ich ihre Videos nicht löschen. Also… sicher löschen. Damit man sie auch nicht wieder herstellen kann.“, gestand er, ihr Druckmittel gegen sie verloren zu haben.

Nadira lachte kurz auf.

„Und am Ende hat sie es mir dennoch geschickt.“, spannte sie den Faden fort.

Jonas nickte mehrfach.

„Ja, sie hat mich verarscht. Das hat sie nur gemacht, weil sie dich verletzen wollte.“, meinte er.

Nadira blieb einen Moment stumm und schüttelte dann den Kopf.

„Nein, Jonas. Das hast du schon alleine geschafft.“, sagte sie und setzte sich in Bewegung.

Jonas torkelte ihr hinterher, doch sie blieb stur. Sie ließ ihn einfach stehen und lief verletzt davon.

Zurück blieb ein Junge, der wusste, dass er einen Fehler gemacht hatte.

In ihrem Zimmer unternahm Nadira Anstalten ihr Kissen zu zerreißen, doch dafür fehlte ihr natürlich die Kraft. Sie konnte nicht glauben, dass ihre ehemalige Freundin Jonas dazu gebracht hatte. Klar, er war ein Jugendlicher, er konnte seine Hormone sicher nur schwer kontrollieren, aber das? Fast hätte er eine andere gefickt. Auch sein Versuch sie zu überzeugen, dass es am Ende noch nicht dazu gekommen wäre, war angesichts des Videomaterials nicht viel wert.

Er hatte ihr Vertrauen verletzt und Nadira hatte keinen Schimmer, was sie nun tun sollte. Noch mehr als auf ihn, schob sie natürlich eine Wut auf Olivia. Diese wusste, was sie für Jonas empfand und hatte das alles genau deshalb abgezogen. Weil sie sauer wegen den Videos war. Und sicher, weil sie die ganze Kohle wieder verlor, die sie durch Nadira gemacht hatte.

Sie überlegte bereits das Mädchen zu konfrontieren, doch was sollte das bringen? Olivia würde sie bestimmt nur damit aufziehen. Jonas versuchte mehrmals sie anzurufen, doch sie beschloss, ihn fürs Erste zu blockieren.

Diese Haltung zog sie auch die nächsten Tage durch. Im Unterricht und auch in den Pausen ignorierte sie den Jungen, der schließlich aufgab. Er wusste am besten, dass er Mist gebaut hatte.

Er beschloss sie ein-zwei Tage in Ruhe zu lassen.

Erst am Tag darauf versuchte er noch einmal sein Glück und wollte Olivia ansprechen, die bereits das Gebäude verlassen hatte. Er rief nach ihr, doch das Mädchen beschleunigte ihren Schritt.

Sie bog gerade um die Ecke, als sie ein bekanntes Gesicht erblickte.

Andreas sprach gerade mit einem anderen Jungen und machte sich daran, zu diesem ins Auto zu steigen. Gerade noch erkannte er Nadira und winkte ihr zu.

Diese sah Jonas auf sich zu laufen und schritt zu dem Fahrzeug.

„Hey, Andreas, wäre es zu viel verlangt, wenn ihr mich mitnehmt?“, fragte sie hastig.

Dieser reagierte erst etwas überrascht, schien die Situation dann aber erahnen zu können.

„Klar, spring rein.“, bot er an und das Mädchen verschwendete keine Zeit.

Sie sprang auf den Rücksitz und der Wagen fuhr los.

Jonas blieb allein zurück.

Auf der Rückbank wiederholte Nadira ihren Dank noch einmal. Zum Glück wurde sie nicht gefragt, ob sie Streit mit Jonas hatte.

„Du, ich muss direkt zum Praktikum, ich habe eigentlich keine Zeit, deine Freundin auch noch heimzufahren.“, meldete sich der Fahrer.

Andreas beschwichtigte seinen Freund schnell.

„Ist schon gut! Andreas wohnt ja nicht so weit von mir weg. Den Rest gehe ich dann alleine.“, versicherte das Mädchen.

Damit schien sich der Fahrer zufrieden zu geben und setzte beide nur wenige Minuten später an.

Andreas bedankte sich bei seinem Kumpel und verabschiedete sich mit einem High-5.

Als er aus der Einfahrt bog, dankte Nadira auch noch einmal ihrem Retter.

„Sorry, wegen den Umständen.“

Andreas tat die Sache aber zum Glück recht schnell ab.

„Macht ja nichts. Kommst du noch auf einen Drink mit hinein?“, wollte er wissen.

Nadira überlegte kurz und nickte dann.

Andreas schloss auf und ließ das Mädchen ins Innere. Seit ihrem letzten Besuch schien sich nichts groß getan zu haben. Ein paar Kleidungsstücke lagen herum, ansonsten wirkte alles sauber.

Andreas führte sie in die Küche und holte zwei Gläser aus dem Schrank.

„Ich würde dir ja Kaffee anbieten, aber das dauert wieder ewig.“, entschuldigte er sich.

Nadira schüttelte den Kopf.

„Bitte keine Umstände.“, bat sie und setzte sie sich.

Ihr Gastgeber stellte die Gläser auf den Tisch und setzte sich ihr gegenüber.

Sie unterhielten sich eine Weile und Nadira dankte ihm innerlich, dass er ihren unrühmlichen Abgang nicht ansprach. Dann meldete sich Andreas‘ Handy und er checkte es kurz. Seine Miene nahm eine missmutige Haltung ein.

„Mist, Valerie hat gerade abgesagt. Dabei wollten wir heute noch lernen.“, klang er wirklich enttäuscht.

Nadira überlegte kurz und antwortete dann.

„Wenn du willst helfe ich dir bei der Stelle, die du nicht kapierst.“, bot sie an.

Überrascht senkte er sein Handy.

„Das würdest du für mich machen?“, fragte er hoffnungsvoll

Nadira nickte.

Das war das Wenigste was sie tun konnte, dass er sie mitgenommen hatte. Außerdem fühlte sie sich etwas schuldig, da sie sich so einfach aus der Affäre gezogen hatte. Sie hatte Andreas im Stich gelassen, so dass sich diese eine andere Gruppe hatte suchen müssen.

Der Junge holte Buch und Heft und verwies auf die Stelle, die keinen Sinn für ihn ergab. Nadira verstand und überlegte, wie sie das Wissen am besten weitervermitteln konnte. Nach einer Viertelstunde schien dies endlich geschafft und Andreas schloss das Buch.

„Danke. Du hast mir echt geholfen. Du bist echt ungeheuer schlau!“, lobte er sie.

Nadira wurde etwas rot und versuchte es herunterzuspielen.

„Schlau und heiß. Also… entschuldige wenn ich das so sage, aber… ich weiß du hattest echt Ärger wegen diesen Fotos, aber ich fand sie echt heiß.“, gestand er.

Nadira wusste nicht, was sie sagen sollte.

„Ich geb zu, mir sicher das ein oder andere Mal einen runtergeholt zu haben.“, erzählte er.

Das Mädchen versuchte zu lächeln. Auch wenn er ihr nur schmeicheln wollte, zu tief war die Erkenntnis noch in ihrem Gedächtnis, wie diese Fotos entstanden waren.

Andreas lehnte sich in seinem Stuhl zurück.

„Zu dumm, dass wir nicht mehr miteinander poppen können. Ich fand, das hat echt Spaß gemacht.“, sinnierte er.

 

You Might Also Like

Leave a Reply